Generationen
Jung sein in einer alternden Gesellschaft

Was ist und was war

Über die Autorin und weitere Mitwirkende

Rosemarie Kurz` Leben begann 1936 als Tochter von Eltern, die Bildung für das höchste Gut hielten und in den Wirren der Zeit nie ihre Heimat fanden. Anders als Rosemarie, die in die USA und nach England reiste, in Deutschland eine Ehe und Familie begründete, als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern nach Österreich zurückkehrte und hier ihr Zuhause fand. Sie schaukelte Familie und Beruf, baute als ‚Dreierpack‘ ein Haus in Thal bei Graz. Verwirklicht hat sie sich und ihre Ideen in der nachberuflichen Lebensphase, unter anderem durch die Gründung der GEFAS. Mit der Gesellschaft zur Förderung der Alterswissenschaften und des Seniorenstudiums initiierte sie bis zur Übergabe ihres Lebenswerkes 2007 internationale Projekte, – zu den Themen lebenslanges Lernen, Generationensolidarität und Gleichberechtigung – die auch mehrfach ausgezeichnet wurden. 

Für ihr ehrenamtliches Engagement erhielt sie unter anderem das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark und die Pro Meritis Medaille in Bronze der Karl Franzens-Universität Graz. Genau hier holte sie mit 63 Jahren ihren Abschluss als Dr.in philosophiae nach. Bis heute ist sie aktiv, absolviert täglich 10.000 Schritte, etwa am Weg zu einer Demo oder "Unterwegs zur Kunst" einem Projekt, das Menschen in der nachberuflichen Lebensphase mit Kunst vertraut machen soll.  Mit 85 Jahren ließ sie sich Zoom-fit machen, um bei internationalen Konferenzen online mitzudiskutieren und fordert jüngere Semester auf, sich zu Wort zu melden. Weitere Informationen zu ihren Projekten, Auszeichnungen und Publikationen: de.wikipedia.org/wiki/Rosemarie_Kurz

Rosemarie Kurz ist Mitglied bei verschiedenen europäischen Netzwerken und Vereinigungen und liefert wissenschaftliche Beiträge zur Altersforschung.

  • EURAG (The European Association of older People. Bund älterer Menschen Europas)
  • EFOS (European Federation of Older Students at Universities; Europäische Vereinigung älterer Studierender die Universitäten)
  • INPEA (International Network for the Prevention of Elder, Das internationale Netzwerk zur Prävention von Missbrauch älterer Menschen)
  • ILEU e.V. (Institut für virtuelles und reales Lernen in der Erwachsenbildung Ulm)

Rosemarie Kurz arbeitet ehrenamtlich im HAUS ESTHER GGZ Graz und im Universalmuseum Joanneum.

Lebenskarte von Rosemarie Kurz, aus dem Buch „Unruhestand. Gelassener werde  ich nie“ (www.kin-tsugi.at), Grafik: Jaqueline Kaulfersch

GEFAS Steiermark, Gesellschaft zur Förderung der Alterswissenschaften und Seniorenbildung

G Gesundheit – Gemeinwohl,
E Ernährung- Erfahrung,
F Fitness – Freiheit
A Aktivität – ALTERnativen

GEFAS Logo


GEFAS Steiermark wurde 1991 von älteren Studierenden der Universität Graz gegründet, um Wissenschaft und Praxis zum Wohle älterer Menschen zu verbinden. Der Verein ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, das partizipatorische Handeln älterer Männer und Frauen zu stärken. GEFAS entwickelte sich zum Opinionleader in Fragen des Alters und der Verbindung der Generationen, die über finanzielle und rechtliche Fragen hinausgehen. GEFAS wurde zum Zentrum für Bildungsangebote in der nachberuflichen Lebensphase und zur Drehscheibe von intergenerativen internationalen Initiativen. Für diese Projekte wurden 1999 im UNOjahr „Für eine Gesellschaft für alle Lebensalter“ insgesamt 6 Preise von öffentlichen Stellen verliehen. Treibende Kraft war Rosemarie Kurz, Referentin für Generationenfragen der Österreichischen Hochschülerschaft Universität Graz. 2021 wurde die GEFAS unter dem Vorsitz von DI Andrea Grabher aufgelöst.

EU finanzierte Projekte, die von Drin Rosemarie konzipiert, organisiert und zum Teil als Partnerin oder Leiterin gemeinsam mit qualifizierten Mitarbeiterinnen mit Bildungsinitiativen anderen Länder Europas durchgeführt wurden:
1993 EU Project “Public Transport and Older People” Austria as an associated EU Country!
1996 EU Project: “Changing Track at Third Age”
1997 EU Project: “Housing for Help”
2000 EU Project: "Equal Opportunities for Older Women”
2003 – 2004: SOKRATES / R3L: „LISA – Learning in Senior Age”
2003 – 2005: “MERI – Research for older Woman”
2004 – 2005: Justice and Social Affairs: “ABAD - Arbeit - Bildung – Alters Diskriminierung
2004 – 2005: Justice and Social Affairs: “PHARE – Implementing Internet Cafés”
2005 Contactseminar: „Lifelong Learning for Senior Citizens”
2004 – 2006: SOKRATES / GRUNDTVIG 1: “LENA – Learning in post-professional Phase
2005 – 2007: Justice and Social Affairs: “DAPHNE - Helpdesk for Older Women Against Violence”
2008 – 2010 Projektkonzept für http://www.bia-net.org/de/lara.html
2008 – 2010 Projektkonzept für http://www.bia-net.org/de/eubia.html
2011 – 2013 GRUNDTVIG 50plus Mobility: „VOLUNTEERS IN ACTION IN UNI 3“
2011 – 2013 GRUNDTVIG Learning Partnership “SeniorsKS – SENIORS IN THE KNOWLEDGE SOCIETY”
OpenSense ist ein Projekt des Benefit-Programms (Demografischer Wandel als Chance) der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Die GEFAS STEIERMARK war Partner Organisation vertreten durch Andrea Grabher, Marlene Mayr und Anna Taberhofer. Dieses Projekt startete im April 2019. Einreicher und verantwortlich für die Gesamtkoordination ist Joanneum Research Digital,  mit Lucas Paletta unterstützt von Kolleg*innen von JR Digital mit: Maria Fellner, Martina Uray, Martin Pszeida, Ferdinand Fuhrmann, Silvia Russegger und Felizitas Berner. Ziele des Projektes sind die Erhebung und Weiterentwicklung der VR – Virtual Reality im Sinne von Achtsamkeits- und Genusstrainings entsprechend der Anforderungen der Zielgruppe sowie Sensibilisierung für die Themen Demenz und VR. 

Dokumente, Berichte und andere Beiträge aus der GEFAS-Zeit finden Sie im Bereich Gedanken und Austausch.

Gästebuch

Beiträge

6 Einträge auf 2 Seiten
Wolfgang Kratky
05.08.2025 11:51:56
liebe rosemarie, danke das ist ein sehr schöner text. lg wolfi
Nina H
30.07.2025 13:54:34
Ich finde, die wichtigste Bildung ist die Herzensbildung. Und es gibt mehrere Phasen im Leben, in denen Nachdenken stattfindet - hoffentlich nicht erst zum Schluss!
Jürgen B
30.07.2025 13:53:50
Liebe Rosemarie, ich finde deine/eure Initiative sehr vorbildhaft. Zum Text möchte ich sagen, dass er auf mich sehr sachlich und informativ wirkt, aus dem aber auch (oder gerade deshalb) eine aufwühlende und aufrüttelnde Kraft hervorgeht, die stark zum Nachdenken anregt. Ich bin nur etwas über den Unterschied zwischen dem indischen und dem westlichen Lebenszeitmodell gestolpert. Noch ein paar eigene Gedanken dazu: Man müsste Frauen, insbesondere ältere Frauen, stärker darauf hinweisen, dass sie ein eigen- und selbständiges Leben führen sowie eine wertvolle Stimme haben, die genauso viel zählt, wie jede andere. Denn oft haben ältere Menschen (gerade Frauen) ein Problem mit dem Empfinden ihrer eigenen Wertigkeit und trauen sich nur sehr wenig zu. Dies gilt es bewusst zu stärken. In diesem Zusammenhang kann über die Vorbildwirkung von powervollen Frauen viel erreicht werden. Auch das Fördern von Zusammenschlüssen gleichgesinnter älterer Frauen (Initiativen, Unternehmen, ...) erscheint mir sehr sinnvoll. Was mir jedoch noch wichtiger erscheint, ist die gelebte Haltung aller Menschen zueinander in unserer Gesellschaft. Denn für langfristige nachhaltige Änderungen ist es entscheidend, wie alle Menschen miteinander umgehen, wie Frauen und Männer jeden Alters sich gegenseitig respektieren, ihre Stärken und Schwächen achten und anerkennen, um gemeinsam eine bessere Zukunft zu gestalten. Liebe Grüsse, Jürgen
Florian U
30.07.2025 13:53:12
Ein bemerkenswerter Text! Besonders die Untermalung mit Zahlen und die Argumentation für einen zurecht zu fordernden "Nachteilsausgleich" für alle (!) vom Patriarchat in den letzten 100 Jahren benachteiligten Frauen. Es wäre eigebtlich mehr noch als "Entschä­digung" zu sehen für das gewaltige Unrecht, das bspw. mit strukturellen Benachteiligungen (bspw. Mindestpensionen) und anderen schädlichen Faktoren (Gewalt, Beschneidung von Rechten) von der Mehrheitsgesellschaft begangen wurde. Es ist überhaupt für uns alle beschämend, dass es (alte) Menschen gibt, die in Armut leben müssen.
Christa W
30.07.2025 13:52:49
Obwohl schon so lange bekannt, bleibt die ungleichstellung von Frauen immer noch ein Thema. Wichtig und gut, immer wieder darauf hinzuweisen - danke
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